Projekt Operation Bobbi Bear

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Die Südafrikanische Organisation Bobbi Bear kämpft seit den frühen 90er Jahren gegen sexuelle Kindergewalt. Sie setzt sich dafür ein:

  • Rechte von sexuell missbrauchten Kindern zu wahren
  • Deren Risiko einer HIV Infektion zu minimieren
  • Sie ganzheitlich zu unterstützen
Warum benötigt Südafrika die Operation Bobbi Bear?
  • Kindesmissbrauch in Südafrika hat seit dem Jahr 2000 um 400 % zugenommen.
  • Man schätzt, dass 51 % der Erwachsenen zwischen 16 und 45 Jahren in der Provinz Kwa-Zulu-Natal HIV-positiv sind. Da die meisten Täter dieser Altersklasse entsprechen, sind die kindlichen Opfer neben den körperlichen und seelischen Folgen zudem einem hohen AIDS Risiko ausgesetzt.
  • Wegen mangelnder Aussagen und fehlendem Beweismaterial werden viele Fälle erst gar nicht bearbeitet. Die Täter bleiben also auf freiem Fuß und machen weiter.
  • Kinder, die Opfer wurden, müssen zusätzlich medizinische Untersuchungen und Gerichtsverhandlungen über sich ergehen lassen. Diese Kinder sind unter Schock, verwirrt, verängstigt und haben dazu noch mit mehreren verschiedenen Erwachsenen zu tun, die dafür gar nicht ausgebildet sind.
  • Trotz intensiver Bemühungen, die Täter vor Gericht zu bringen, kommen sehr wenige ins Gefängnis. Es fehlt an gerichtsmedizinischen Beweisen, Unterlagen sind verloren gegangen, Berichte werden nicht geschrieben usw.
Bobbi Bear
  • versucht, Strukturen zu schaffen und zwar von dem Tag an, an dem ein Kind geholt/gebracht worden ist bis zur Gerichtsverhandlung (mindestens 2 Jahre).
  • benutzt als therapeutisches Mittel beispielsweise den Bär, um Beweise zu sammeln . Die Kinder malen auf ihm auf, wo sie verletzt worden sind oder kleben Pflaster drauf.
  • wahrt die Rechte der Kinder. Neben Psychologen gibt es ausgebildete "Child Safety Officers", die Beweise sammeln, beraten, beistehen. Sie begleiten das Kind bis zur Gerichtsverhandlung. Ein Ziel ist es, solche ausgebildete "Child Safety Officers" in allen Orten Südafrikas zu haben. Sie helfen den Kindern auch dabei, "geheilt" zu werden und sich wieder zu integrieren. Aktuell sind 12 "Child Safety Officers" tätig, die pro Monat jeweils 20 neue Fälle von Missbrauch und Vergewaltigung bearbeiten.
  • organisiert Pflegefamilien, die betroffene Kinder aufnehmen.
  • besucht für Aufklärungszwecke auch Schulen und unterstützt/fördert die Integration umliegender Gemeinden.
  • Kinder haben besondere Bedürfnisse, wenn sie nach einer Vergewaltigung zur ärztlichen Untersuchung müssen. Dafür steht jedem Kind eine bereits gepackte Tasche mit Waschzeug (erst NACH der Untersuchung dürfen sie gewaschen werden), sauberer Unterwäsche, etwas Essen und Trinken, Binden (wegen eventueller Blutungen), Taschentücher, Stifte, Block, Teddybär, Schutzhandschuhe usw. zur Verfügung. Für eventuelle Krankenhausaufenthalte werden weitere Utensilien mit eingepackt. Eine ähnliche Tasche wird gepackt, wenn Kinder zur Gerichtsverhandlung gehen. Babys werden leider auch oft missbraucht und brauchen aber einen etwas anderen Tascheninhalt.
Projekte

Bobbi Baer ist dabei, ein Haus zu bauen. Es dient als Ort der Sicherheit für betroffene Kinder, als Therapiezentrum, Büro und beherbergt Wohnmöglichkeiten mit ausgebildeten Betreuern. Diese Kinder bleiben i.d.R. hier, bis es ihnen besser geht und die Fronten geklärt sind. Dieses Haus liegt unweit mehrerer Schulen und ist an öffentliche Verkehrsmittel angebunden. Natürlich muss ein solcher Zufluchtsort möbliert und einbruchsicher sein, aber entsprechende Sicherheitssysteme sind sehr teuer.

Laufende Kosten
  • Erhalt des Hauses
  • Personalkosten>
  • Weiterbildung
  • Lebensmittel
  • Vortragsreihen in Schulen, Gemeinden usw.
  • Materialien für Tascheninhalte
Takathemba hat wie folgt geholfen

Lebensmittel, die Inhalte von den "Rape Bags" sowie Geld. Insgesamt: € 1.800,00

http://www.bobbibear.org.za